Warum ist Filterkaffee wieder so im kommen?!

Wenn man, wie wir im Vienna Coffee College, jeden Tag mit Kaffee zu tun haben und mit wissbegierigen Menschen die Kaffee lieben, dann bekommt man unweigerlich mit, was sich am Kaffeemarkt tut und wo die Trends hingehen. Einer dieser Trends, der sich in den letzten Jahren immer mehr entwickelt, ist die verstärkte Nachfrage nach Filterkaffee.
Leider musste sich diese Art der Kaffeezubereitung von einer langen Dürrephase erholen, in denen er eher belächelt und nicht wirklich ernst genommen wurde.

Dies kommt sicher auch daher, dass viele aus ihrer Kindheit noch Omas Filtermaschine kennen und daher der Trugschluss gemacht wurde, dass die Filterzubereitung veraltet ist und man heutzutage eben Espresso trinkt. Doch so einfach ist es schon längst nicht mehr.

Bitterstoffe vs. Aromastoffe

Wenn wir uns die vielen unterschiedlichen Zubereitungen von Kaffee ansehen, dann müssen wir im ersten Schritt zwischen Verfahren unterscheiden die mit Druck arbeiten (Espressomethoden) z.B. Siebträger und jene, die ohne Druck auskommen (Brühmethoden) z.B. alle Filterzubereitungen wie Chemex und V60 aber auch die French Press etc.

Warum schmeckt nun der gleiche Kaffee als Espresso so anders im Vergleich zum Filter?
Das liegt daran, weil bei der feinen Espresso Mahlung durch den hohen Druck ein großer Teil an Bitterstoffen aus dem Kaffee gelöst wird, darum schmeckt ein Espresso so bitter. Ganz anders schmeckt da der Filterkaffee. Bei den Brühverfahren wird der Kaffee gröber gemahlen und es wird ohne zusätzlichen Druck gearbeitet. Dies löst aus dem Kaffee primär Aromastoffe, was einen Filter so charakteristisch aromatisch schmecken lässt.

Das klärt aber unsere Frage noch nicht, warum der Filter wieder so im kommen ist.

Es hat viel mit dem steigenden Bewusstsein über Kaffee zu tun. Wie beim Wein, beschäftigen sich immer mehr Menschen mit Kaffee und entdecken, dass es doch einiges über das schwarze Gold zu wissen gibt! Der Kaffeemarkt entwickelt sich parallel zu dieser steigenden Nachfrage natürlich mit und so steigt die Kaffeequalität weltweit von Jahr zu Jahr. Kleine Kaffeeröstereien erkennen ihre Chance, einen Markt von Spezialitätenkaffee zu öffnen, bei dem die Qualität des Kaffees und nicht sein Preis im Vordergrund steht. Noch dazu geht der Trend immer mehr hin zu sortenreinen Kaffees, weil immer mehr Liebhaber erkennen, dass jedes Kaffeeland seinen spezifischen Geschmack hat. Schokoladig, nussig, blumig, fruchtig und vieles mehr.
Und genau diese Aromen lassen sich am besten erschmecken, wenn man sie im Filter zubereitet, weil hier wie gesagt die Aromastoffe im Vordergrund stehen. Noch dazu gibt es heute so viele Zubereitungsmethoden, um zuhause einen hervorragenden Kaffee zu zaubern und das zu einem relativ günstigen Preis.

Wo geht der Weg hin?


Aus unserer Sicht ist dieser Trend hin zum Filter erst der Anfang. Genauso wie die Kaffeewelt gerade im Wandel ist und dieser Wandel sich noch sehr lange fortsetzen wird. Mehr Bewusstsein für Kaffee führt zu mehr Nachfrage nach hohen Qualitäten und dies wiederum stellt uns im Vienna Coffee College vor die Aufgabe, Menschen im privaten Bereich aber auch Mitarbeiter aus der Gastronomie mit all unserem Wissen zu schulen, damit sie für diesen anhaltenden Trend bestens gerüstet sind!

 

 

 

Wir bieten auch Kaffeeschulung in unserem Vienna Coffee College imWiener Prater an, melden Sie sich doch an für eine Reise in die Welt des Kaffees.

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